… und warum ein Totalverlust unbedingt vermieden werden muss
In den letzten Jahren sind mir immer wieder Menschen begegnet, die eigentlich nicht unvermögend waren, aber im entscheidenden Moment, die falschen Risiken eingegangen sind. Teilweise wurden sie schlecht beraten, teilweise haben sie die Fehler auch selber gemacht.
Betrachten wir mal 2 Beispiele:
Ein ehemaliger Leiter einer öffentlichen Institution erklärte mir, er habe bei der Firma Babcock Borsig gelernt und danach jährlich in Aktien des Unternehmens investiert. So hatte er rund 400.000 Euro in dieses Unternehmen investiert. Leider war er auch investiert im September 2002 als das Unternehmen Konkurs ging. Damit war ein großer Teil seiner Lebenssparleistung wertlos.
Nun war der Fehler nicht, in Unternehmen zu investieren – das ist nach wie vor eine sehr interessante und langfristig profitable Investition. Der Fehler war, die Investitionen nicht breit zu streuen. Wäre er mit seinen 400.000 Euro beispielsweise in 1.000 Unternehmen weltweit investiert gewesen, dann hätte dieser eine Konkurs mit vielleicht 400 Euro zu Buche geschlagen und wäre gut verkraftbar gewesen.
Vor einiger Zeit fuhr mich ein Fahrer. Der Mann war schon weit über 70 und ich fragte ihn, ob er fährt, weil es ihm Spaß macht oder um sich etwas dazu zu verdienen. Er meinte, dass es ihm zum Glück nach wie vor Spaß mache, aber er voll arbeiten würde, weil sein im Erwerbsleben erworbenes Vermögen weg wäre. Er war stets selbständig und habe mit Lebensversicherungen vorgesorgt. Mit 64 wurden diese alle ausgezahlt, rund 2 Millionen Euro. Diese Summe hätte seiner Frau und ihm auch locker – geeignet angelegt – bis zum Lebensende gereicht.
Nun hatte er dann dieses Geld in eine geschlossene Beteiligung in Form einer KG gesteckt und sich 2 Jahre über schöne Auszahlungen gefreut. Dann ging diese KG leider Pleite und er erlitt mit seinem ganzen Vermögen den Totalverlust.
Zu dem oben beschriebenen Fehler alles aus eine Karte zu setzen, kam noch die Anlageform, die das Risiko des Totalverlustes bewusst in Kauf nimmt. Das Risiko des Totalverlustes ist immer unbedingt zu vermeiden. Dieses kann nur bei ganz breiter Streuung mit kleinen Summen eingegangen werden.
Das Problem wäre in beiden Fällen nicht gewesen, wenn die Werte der Kapitalanlagen geschwankt hätten. Das hätten beide locker verkraften können. Das Problem war jeweils, dass alles (oder vieles) auf einen Einzelwert gesetzt wurde und dieser dann von seiner Möglichkeit des Totalverlustes Gebrauch gemacht hat.
Lassen Sie sich stets die Risiken genau erklären – solange bis sie diese richtig verstanden haben.
Vermeiden Sie die Möglichkeiten von Totalverlusten und streuen Sie breit – sehr, sehr breit.
Gute Berater kennen die Chancen und Risiken ihrer empfohlenen Anlagen genau und können und werden diese auch genau ihren Mandanten erklären.
Für die Altersvorsorge müssen gewisse Risiken eingegangen werden. Ohne Risiken geht es nicht. Wichtig ist, vor ihnen nicht die Augen zu verschließen, sondern die Augen zu öffnen und sie genau zu betrachten und zu kennen.
Tobias Kellert
TKF Ruhestandsplaner
Rottstr. 33
52068 Aachen
Termin:
http://tobiaskellert.goldener-ruhestand.de/geld-anlegen
Es gibt kaum eine effizientere Form der Altersvorsorge als eine Betriebsrente. Dabei spart der Arbeitnehmer direkt aus seinem Bruttogehalt regelmäßig für eine lukrative Zusatzrente. Wenn dieses System intelligent eingerichtet wird, ist es für die Mitarbeiter hoch interessant. Wir betrachten heute einmal ein konkretes Beispiel und rechnen die Renditen aus, die dieser Mitarbeiter erzielt.
Unser Mitarbeiter ist 37 Jahre alt und hat noch genau 30 Jahre bis zum vorgesehenen Rentenbeginn mit 67 Jahren.
Er plant monatlich auf 200 € Bruttogehalt zu verzichten
und dieses Geld in eine betriebliche Altersvorsorge in Form einer Direktversicherung einzuzahlen. Da der Arbeitgeber auf diese 200 € keine Sozialversicherungsbeiträge mehr zahlen muss, gibt er seine Ersparnis von monatlich 40 € dazu. Damit werden jeden Monat 240 € in die Betriebsrente eingezahlt. Das macht in 30 Jahren 86.400 €.
Unser Arbeitnehmer hat ein Bruttogehalt von 3.000 Euro. Ohne die Entgeltumwandlung hat er ein Nettogehalt von 1.873 Euro (Steuerklasse IV und Kirchensteuer in NRW). Mit der Entgeltumwandlung reduziert sich sein Nettogehalt um rund 100 € auf 1.774 Euro. Der Nettoaufwand für unseren Arbeitnehmer beträgt knapp 100 Euro. Auf dieses Geld verzichtet er für seine Altersvorsorge.
Wir halten fest: Dadurch, dass 100 Euro weniger auf seinem Konto landen, werden monatlich 240 Euro in seine Betriebsrente eingezahlt. Das hört sich schon sehr gut an – doch lassen sie uns mal die Renditen näher betrachten:
Der Arbeitgeber ist klug beraten und hat eine sehr gute Versicherung in seiner Versorgungsordnung vorgesehen:
Diese bietet an: garantiertes Gesamtguthaben zu Rentenbeginn: 105.964 € und bei einer Wertentwicklung des Guthabens von 6,0% ergeben sich 216.556 € zum Rentenbeginn.
Wir rechnen: die Garantieverzinsung auf die eingezahlten Beiträge ergibt 1,33%.
Bezogen auf den Nettoaufwand des Arbeitnehmers erhalten wir eine garantierte Rendite von 6,46%!
Wo bekommt man sonst eine garantierte Rendite von 6,46% zugesichert?
Wenn der Vertrag zu Rentenbeginn tatsächlich die 216.556 € Guthaben aufweist, liegt die Rendite für den Arbeitnehmer bei 10,25%! Eine mögliche Altersrente aus dem Guthaben liegt dann je nach Ausgestaltung bei rund 900-1000 € monatlich. Und das mit 100 € Nettoaufwand monatlich!
Eine sauber eingerichtete Betriebsrente ist für Arbeitgeber und Arbeitnehmer sehr interessant und ein weiser Weg zu einer lukrativen Altersversorgung.
Tobias Kellert
TKF Ruhestandsplaner
Rottstr. 33
52068 Aachen
Termin:
http://tobiaskellert.goldener-ruhestand.de/geld-anlegen
Für einen meiner Mandanten steht die Anschlussfinanzierung seiner eigengenutzten Immobilie an. Da stellt sich die Frage, wie diese Finanzierung gestaltet werden soll und welche Zinsbindung sich für den Mandaten als vorteilhaft erweist.
Das Objekt in guter Großstadtlage hat einen Wert von über 400.000 €. Die benötigte Kreditsumme beziffert sich auf 210.000 Euro. Das Ehepaar ist Anfang 40 und möchte in spätestens 20 Jahren das Objekt bezahlt haben.
In den letzten 10 Jahren haben sie mit einem Zinssatz von rund 4,5% den Kredit von anfänglich 305.000 € bedient. Mit Tilgung und Sondertilgungen ergibt das eine durchschnittliche Monatliche Belastung von 1752 Euro. Diese Rate wäre weiter tragbar. Da aber auch Geld für die Altersvorsorge aufgewendet werden soll, freuen sich die Mandanten über eine geringere monatliche Belastung.
Ausgehend von dem Wunsch, in 20 Jahren das Objekt bezahlt zu haben, rechnet sich die aktuelle Kondition (Okt 2015, alle Zinssätze nominal, unter 60% Beleihungsauslauf) für eine Finanzierung mit Volltilgung über diesen Zeitraum wie folgt:
20 Jahre, 210.000 € Kredit: 2,19% Sollzins, 1.080 € Rate monatlich.
Das von Kunden ins Gespräch gebrachte Bausparsofortdarlehen kommt nicht in Betracht, da des gegenüber der 20-Jahres-Kondition deutlich teurer ist.
Die Alternativen sind Zinsbindungen von 5,10 oder 15 Jahren. Wir legen immer die gleiche Rate von 1.080 € zugrunde.
Die 15-Jahres-Kondition liegt bei 1,95% Sollzins und ergibt eine Restschuld von 55.257 €. Diese wären dann noch über 5 Jahre zu finanzieren. Völlig offen ist der Zinssatz, zu dem das dann möglich ist. Bis zu einem Zinssatz von 6,65% für die Anschlussfinanzierung stellt sich der Mandant damit besser als mit den 20 Jahren Zinsbindung.
Eine Zinsbindung von 5 Jahren ergibt einen Zins von 1,11% und eine Restschuld von 155.326 €. Wenn eine Anschlussfinanzierung unter 3,14% auf 15 Jahre möglich ist, lohnt sich diese Variante für den Eigentümer. Aber höhere Zinsen schlagen bei der recht hohen Restschuld stärker zu Buche. Wenn der Zinssatz bei 5% läge, ist die monatliche Rate schon um rund 140 € höher.
Eine Finanzierung mit 10 Jahren Zinsbindung kostet 1,5% Zinsen. Damit bleibt nach 10 Jahren eine Restschuld von 104.055 €. Der Zinssatz, den sich der Mandant dann leisten kann liegt bei 4,63% für die verbleibenden 10 Jahre.
Diesen Zinssatz kennt der Kunde von der ersten Finanzierungsphase, die er gerade hinter sich bringt. Das Risiko scheint überschaubar und wir betrachten verschiedene Zins-Szenarien nach 10 Jahren:
Die weitere Finanzierung wäre bei 1,5% möglich: Die Immobilie ist bereits nach 18 Jahren und 7 Monaten schuldenfrei. Das sind 1 Jahr und 5 Monate früher und rund 20.520 € Ersparnis.
Bei 3% ergeben sich 19 Jahre und 2 Monate. Damit spart er 10 Monate und 10.800 €. Bei 6% werden 10 Monate mehr gebraucht.
Das Risiko ist der Mandant gerne gewillt einzugehen. Zumal er auch weiterhin Sondertilgungen für wahrscheinlich hält, die bei allen Varianten mit jährlich zwischen 2.500 und 10.500 € möglich sind.
Bei einer jährlichen Sondertilgung von 3.000 € bleiben nach 10 Jahren noch 71.727 € Restschuld. Mit gleicher Rate und 4,63% Zinsen und weiteren Sondertilgungen ist er nach 15 Jahre und 1 Monat fertig.
Mit der 20-Jahreskondition braucht er ein halbes Jahr länger. Oder anders ausgedrückt, bei dieser Sondertilgung kann er sich sogar einen Zinssatz für die letzten 5,5 Jahre von über 8% leisten.
In seiner gesamten Situation ist er mit den 10 Jahren Zinsbindung sehr gut zwischen Chance und überschaubaren Risiken aufgestellt.
Tobias Kellert
TKF Ruhestandsplaner
Rottstr. 33
52068 Aachen
Termin:
http://tobiaskellert.goldener-ruhestand.de/
Schon wieder sorgen sich
Menschen um ihr Geld.
Gold, Öl, China, DAX: Was
wird als nächstes „abstürzen“
und welche Folgen hat
das für unser Geld, unsere
Altersvorsorge?
Kaum eine Anlageform blieb
von erheblichen Erschütterungen
verschont. Der Verfall
von Zinsen und Renditen von
festverzinslichen Wertpapieren
(Anleihen) geht zwar
langsamer, ist aber nicht
weniger verlustreich.
Aber einen gemeinsamen
Nenner haben alle Anlageformen,
die aktuell von massiven
Abwertungen betroffen
sind:
Vor deren Abwertung
waren hohe Steigerungen
und hohe Gewinne möglich.
Griechenlands Probleme sind
in aller Munde, doch das
ist nur ein kleines Ereignis
im großen Weltgeschehen
unserer Generation. Ölkrisen,
Golfkrieg, Börsenkrise,
Internetblase, Zusammenbruch
neuer Markt, Finanzkrise
usw. haben wir überstanden.
Aktuelle und künftige
Probleme: ausufernde
Staatsschulden, Staatenpleiten,
Pleiten von Lebensversicherern
und Banken,
Niedrigzinsen usw….
Alle Ereignisse hatten starke
Wirkung auf die Aktienmärkte.
Wer nicht an den Börsen investiert, hatte das Gefühl, keine
Verluste gemacht zu haben.
Ibrahim Göksin
Die Ruhestandsplaner Union Finanzservice GmbH
Ibrahim Göksin
Schleifmühlweg 26
86633 Neuburg Donau
Termin:http://ibrahimgoeksin.goldener-ruhestand.de/geld-anlegen
Ibrahim Göksin
Die Ruhestandsplaner Union Finanzservice GmbH
Ibrahim Göksin
Schleifmühlweg 26
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